11. Juni 2012

Bike the Rock Sebnitz

Etwas zögerlich entschied ich mich aufgrund der dann doch ganz guten Wetterprognose, der schönen Strecke und dem illustren Starterfeld am vergangenen Sonntag mal wieder den Mitteldeutschlandcup im XC (diesmal in Sebnitz) unter die großen 29er-Räder zu nehmen. Gut ausgeschlafen und gefrühstückt ging´s also am Sonntag Vormittag auf die Autoobahn in Richtung tiefster Osten. Dort angekommen empfingen mich dicke Wolken und Nieselregen, also nix da mit Kaiserwetter... Trotzdem angemeldet, umgezogen und auf der wirklichen schönen Runde gut warmgefahren, stand ich dann mit allen Kurzstreckenexperten des ost- und mitteldeutschen Raumes (und auch einigen Startern anderer nichtdeutscher Grenzgebiete) am Vorstart des dritten Laufs zum MDC 2012. Es vergingen aber noch knapp 30 Minuten bis die höchst skurile Startaufstellung am 20% steilen Wiesenanstieg vorgenommen wurde. Da das Rennen für mich aber eigentlich bloß als Trainingsrennen galt, lies ich mir davon die Laune auch nicht verderben. Kurz darauf wurde dann endlich der Startschuss gegeben und die wilde Meute setzte sich in Bewegung. In der ersten Runde konnte ich gleich viele Positionen gutmachen und dann in Umlauf Zwei gemeinsam Florian Schön (Genius Generation) und Steve Scheffel (Team Fast Zweiradhaus) eine schöne Gruppe aufmachen. Wir harmonierten gut, das Tempo passte und jeder lies dem anderen den nötigen Raum zum Fahren. 

In Sebnitz sind Steuerkünste gefragt... , by bike-pixx.de
 
Wir machten also merklich Meter auf die Vorausfahrenden gut, nur leider erwischte ich in Runde 3 im ersten Singletrail am Hinterrad von Steve komplett die falsche Linie und rauschte mit voller Wucht frontal auf den wahrscheinlich größten Stein (engl.: Rock) der ganzen Strecke. Ein astreiner Salto über den Lenker war die Folge... Hier hatte ich aber echt wahnsinniges Glück, denn ich konnte sofort ohne nennenswerte Schäden am Körper wieder aufstehen. Trotz schlimmster Befürchtungen sah mein Rad soweit auch noch gut aus, doch durch den Aufprall im Wald hatte sich die Sattelstütze rund 5 cm weiter hineingeschoben. So setzte ich ziemlich desorientiert meine Fahrt mit viel zu tiefem Sattel fort. Der Sturz kostete mich jeglichen Rhytmus und zudem musste ich an jedem Berg im Stehen fahren um überhaupt Druck aufs Pedal zu bekommen. Schnell gesellten sich noch leichte Rückenschmerzen dazu, doch ich fuhr die übrigen fünf Runden auch noch zu Ende und kam als 13ter der Eliteklasse ins Ziel. Natürlich ist das Ergebnis absolut nicht zufriedenstellend, aber unter diesen Umständen bin ich froh dass nichts Schlimmeres passiert ist! Also einfach Alles schnell abhaken, denn am kommenden Sonntag steht schon wieder ein echtes Highlight auf dem Programm: Marathon EM im tschechischen Jablonné v Podještědí im Rahmen des Malevil Cup! Ich freu mich schon sehr auf das geniale (aber harte) Rennen über 100 Km in der Nähe von Oybin...

1 Kommentar:

  1. Wir kennen den kürzesten Weg nach Malevil :-) Wir wünschen maximalen Druck und ne Fahrt ohne Sturz im tschechischen Urwald! Hau rein und denk an den letzten Anstieg :-)

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