7. August 2012

EBM-Finisher! Mehr aber auch nicht...

Im letzten Jahr noch mit gutem Druck auf Rang Zwei über die 70 Km beim EBM in Seiffen, war meine diesjährige Teilnahme eher ein Schuss in den Ofen. Allerdings brauche ich nicht verzweifelt nach möglichen Ursachen suchen, denn über vier Wochen Rennpause, ein Umzug mit allen Schikanen und der bevorstehende Uniabschluss hinterlassen eben seine Spuren...

Trotzdem war die Vorfreude am Sonntag Morgen auf dem Weg nach Seiffen groß. 8.45 Uhr artig im Race-Startblock eingeparkt und sich aufs Wesentliche konzentriert ging es kurz nach um 9 dann auch endlich los. Auf der Seiffener Dorfstraße konnte ich mich erstmal aus jedem unnötigen Trubel raushalten und so in vorderster Reihe den Startberg vorbei an der Seiffener Kirche "genießen". In der ersten Schotterabfahrt kamen so einige Biker schon an ihr persönliches Limit, ich hielt mich hier erstmal diskret zurück. Im Anschluss rollte die große Führungsgruppe eh wieder zusammen bevor es in den Alp de Wettin ging. Auch hier war ich noch ganz gut dabei, doch wie schon im letzten Jahr entzerrte sich im folgenden welligen Wiesenstück die Spitze. Ich konnte hier nur zusehen... Am Ende der großen Spitzengruppe fuhr ich in den ersten Teil der Runde und merkte schnell dass mir das Tempo zu hoch war. Einige Kilometer konnte ich dann zwar noch an Bastian Wauschkuhns (Tbr-Biehler) Hinterrad heften, ehe ich auch hier von einer weiteren geimeinsamen Fahrt absehen musste. Fahrer um Fahrer passierte mich und die Moral ging zusehens flöten. Nach dem Seiffener Grund und dem perfekten Flaschenwechsel durch  Jan ( ProCycle Limbach ) versuchte ich vergebens eine meinem Tempo entsprechende Gruppe zu finden. Ich konnte mich also nur meinem üblen Schicksal beugen und Tempo rausnehmen, um wenigstens noch die zweite Runde zu überstehen. Immer wieder wurde ich von anderen Bikern gefragt ob bei mir auch "Alles OK sei" - was soll man da drauf antworten?!? Irgendwann in der zweiten Runde verabschiedete ich mich dann auch aus den Top-10 und versuchte wenigstens noch etwas Spaß in den wenigen kleinen Abfahrten mitzunehmen. Auf Gesamtrang 11 erreichte ich dann entkräftet das Ziel und trat sogleich den Heimweg an. Glückwunsch auf jeden Fall an Danny zum verdienten Sieg in einem starken Rennen und vielen Dank auch nochmal an Jan für die Betreuung an der Strecke! Es ist schon einige Monate her dass es mir in einem Rennen so schlecht erging wie am Sonntag, aber es gibt eben auch solche Tage und ich bin guter Dinge in Kürze wieder mit besserer Form am Start stehen zu können...
Guido fährt im Wind und ich kämpfe um Anschluss..., Foto by sportograf.de


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