21. Mai 2013

Unverhofft kommt oft...

Mit etwas Verspätung hier nun mein Bericht zum "bewegungsWELT"-Bikemarathon vom 12. Mai in Arnstadt:

Während der Anreise nach Arnstadt am Sonntag Morgen hatte ich ein etwas ungutes Gefühl und machte mir schon so meine Gedanken ob der Start beim Marathon wirklich eine so gute Idee sei, denn nach einer üppig ausgeschmückten Woche ohne wirklich nennswerter Trainingskilometer, waren meine eigenen Aussichten für eine erfolgreiche Rennteilnahme eher gering...

Aber für was hat man sich Anfang des Jahres einen Rennplan aufgestellt, also Nummer ran an`s Rad, warmgefahren und ab in die Startaufstellung! Bei Aprilwetter und kühlen 10 Grad ging`s auch schon los in die aufgeweichten Wälder. Ohne Streckenkenntnis hielt ich mich im ersten steilen Wiesenanstieg beachtlich weit vorn und verpasste so zum Glück auch nicht die Spitzengruppe um den heutigen Pacemaker Christian Kreuchler. Der zog ordentlich am Horn und die Gruppe zerbröselte zusehens. Nach wenigen Kilometern machte sich Christian alleine aus dem Staub und ich fand mich in einer feinen Verfolgergruppe mit allerlei jungen CrossCountry-Fahrern wieder. Steve Scheffel, Tommy Galle, Andi Weinhold, und Sebastian Stark waren mir bestens bekannt und liesen eine ungewohnt vertraute Atmosphäre aufkommen. Wir harmonierten gut und auch der nötige Spaß an der ein oder anderen Stelle kam nicht zu kurz. Aufgrund der sehr rutschigen Strecke mussten einige meiner Begleiter auch kurz ungewollt vom Rad, jedoch ohne ernsthafte Folgen. Ich hielt mich wacker und beendete auch die ersten 35 Kilometer (Schleife A + B) ohne größere Zwischenfälle. Da man jederzeit (bei Rundendurchfahrt) auch in`s Ziel abbiegen konnte, wurde mitunter zwischen den Mitstreitern etwas gepokert. Unbeirrt konzentrierte ich mich aber auf mein Ziel: die zweitlängste Streckenvariante über 57 Km! Wir waren fortan nur noch zu viert unterwegs (Steve, Andi, ich und ein mir unbekannter Fahrer) und hielten uns mit rund 2 Min Rückstand auf den enteilten Christian doch ganz anständig. Da klar war dass für ihn die 70 Km auf dem Plan standen, und sich (zu meinem Glück) auch Steve für die längste Variante entschied, war damit ein Podestplatz auf den letzten gut 10 Kilometern in greifbare Nähe gerückt. 

Ordentlich im Schlamm gespielt...
Ich fühlte mich bei den durchaus miesen äußeren Bedingungen weiterhin gut und auch das hohe Tempo an den letzten Anstiegen konnte ich konstant mitgehen. Etwa bei Kilometer 45 koppelten wir auf einem flachen Wiesenstück unseren unbekannten Begleiter ab, und inmitten der letzten Singletrails lies auch Andi abreisen. Überrascht von meinen guten Beinen an diesem Tag erreichte ich dann glücklich das Ziel nach 57 Kilometern auf Gesamtrang Eins! Mit diesem tollen Rennverlauf hätte ich im Vorfeld nicht gerechnet und war umso glücklicher über diesen Sieg. Die Abstände auf die weiteren Platzierten waren zwar nicht übermäßig groß, aber es war klasse über die gesamte Zeit mit den "jungen Wilden" mithalten zu können ;-)

Am kommenden Sonntag steht schon wieder das traditionsreiche Erzgebirgsradrennen in Markersbach auf dem Plan. Ich bin gespannt ob ich am Fichtelberg bei der erneut starken Konkurrenz (wie 2012) wieder auf Sieg fahren kann... Vollgas!!!

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