9. September 2013

Erfolgreicher "Quickie" in Geyer

Trotz teilweise widrigster Wetterbedingungen und harter Konkurrenz konnte ich in den letzten Jahren schon mehrmals die Langstrecke und auch die Mitteldistanz beim Greifenstein Bike Marathon in Geyer für mich entscheiden... Das war Grund genug um jetzt auch mal auf der Kurzstrecke über rund 30 Km mein Glück zu versuchen. Auch aufgrund der wochenendfreundlichen Startzeit und der wohl vorerst letzten Sonnenstunden kam ich nach dem Startschuss gestern 11 Uhr schonmal gut ins Rennen und setzte mich bereits in der Einführungsrunde hinauf zum Geyerischen Bad an die Spitze. Oben im Wald angekommen hatte ich mit einer Hand voll anderer Fahrer am Hinterrad bereits ein Loch gerissen und schwebte so relativ entspannt an erster Stelle die ersten Singletrails in Richtung Schanzenanlage hinab. Auf dem welligen Abschnitt nach den Schanzen wechselte ich mich mit Jan Bretschneider vom Team ProCycle gut in der Führung ab, doch schon hier übten sich unsere nunmehr drei jungen Begleiter in dezenter Zurückhaltung was das Fahren im Wind anging. Also entschied ich mich am Schotteranstieg hinauf zu den Greifensteinen erneut das Tempo hochzuhalten um evtl. die Gruppe weiter verkleinern zu können. Jedoch musste ich oben feststellen dass der Berg zu kurz war um sich entscheidend abzusetzen. Den ausgewaschenen Singeltrail hinunter zum wohl tiefsten Punkt der Runde nahm ich wieder von vorn und lies dann auch an der darauffolgenden Auffahrt in Richtung Erlebnisbad nichts anbrennen. Ausser Jan hatten meine Begleiter des Öfteren ihre liebe Mühe zu folgen, konnten aber doch immer wieder aufschließen.

Danke an Jan für die Bilder! Mehr unter: https://www.facebook.com/teamprocycle

Nach gut 30 Min Fahrzeit nahm ich dann auch mal etwas die Beine hoch und lies mich eingangs der langen Schottergeraden auf dem eher flachen zweiten Teilstück der Runde an`s Ende der Gruppe durchreichen. Mit einem weiteren Gel im Bauch setzte ich in Richtung Fernsehturm fahrend an einer kurzen Schotterrampe nochmal eine Attacke und zog auf der folgenden Flachpassage zusammen mit Jan durch. Doch so unentschlossen unsere drei Mitstreiter sich die ganze Zeit vor die Gruppe spannen wollten, so souverän gestalteten sie jetzt ihre Nachführarbeit und pressten tatsächlich das Loch zu uns wieder zu. Wir mussten also einsehen dass auf den übrigen flachen Kilometern eine Flucht nach vorn nahezu unmöglich war. Jan hatte vermutlich auch etwas die Schn**ze voll und fuhr darum entlang der Rollskistrecke und der folgenden Waldabschnitte ein angenehm hohes Tempo mit uns im Schlepptau. Irgendwo verloren wir dort, ohne dass ich es bemerkte, zwei unserer Wegbegleiter und kamen darum auch nur zu dritt auf dem finalen Asphaltstück unterhalb des Start- / Zielgeländes  an. Taktisch eigentlich gut (an zweiter Position) gelegen ging ich dann hier aber wohl etwas zu zeitig aus Jans Windschatten und setzte mich in einem langen Sprint an die Spitze. Doch leider war meine Kraft schon zu Ende ehe ich den Zielstrich erreichte. So musste ich mich auf den letzten 100 Metern dann doch noch Jan und dem jungen Mario Eichler geschlagen geben und etwas zähneknirschend mit der Bronzemedaille Vorlieb nehmen.

Nichts desto Trotz hat das Rennen viel Spass gemacht, nicht nur weil ich mit Jan hier einen sehr starken und fairen Leidensgenossen hatte, sondern auch weil die so lange vermisste Formkurve nun doch nochmal anzusteigen scheint. Ich freue mich darum jetzt schon auf ein erneut hart umkämpftes Rennen am kommenden Samstag in Eibenstock...

1 Kommentar: