6. Oktober 2013

Volle Kanone zum Saisonende in Adelsberg

Der vergangene Tag der Dt. Einheit stand wieder ganz im Zeichen des Adelsberger Bike Marathons und der Start über die 40 Km Mitteldistanz sollte für mich auch nochmal als kleiner Test vor den anstehenden Crossrennen herhalten...

Nach ungewohnt kurzer Anreise auf dem Rad fanden sich bei frischem Wind, herbstlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein allerlei Sportverrückte am Start ein. Mit Fahrern wie dem Deutschen Masters-Meister im XC Lutz Baumgärtel, einem ebenso schnellen und hartnäckigen Jan Bretschneider und dem Sieger des DTM in Eibenstock David Seidel sollte das Rennen nicht allzu entspannt werden. 

Direkt nach der neutralisierten Phase setzte ich mich an die Spitze des knapp 300 Fahrer zählenden Feldes und erhöhte bereits in der lauschigen Eigenheimsiedlung zu Beginn der ersten Schleife das Tempo, um zu schauen wer an diesem Tag gerne mit vorn fahren möchte. Wie an einer Perlenschnur folgten mir die anderen Fahrer hinauf in den Wald. Da zu diesem Zeitpunkt erstmal keiner schneller fahren konnte oder wollte, schlug ich dann oben im Wald wieder ein gleichmäßigeres Tempo an. Auf der folgenden langen Asphaltabfahrt hinunter Richtung Altenhainer Dorfstraße und auf dem sich anschließenden Flachstück waren wir dann ca. 10 Fahrer in Front. Lutz und Jan stürzten sich dann auch gleich vor mir in den einzigen Singletrail der Strecke hinunter `gen Sternmühlental. Hier zog sich die Gruppe zwar etwas auseinander, aber wir kamen trotzdem alle gemeinsam unten am tiefsten Punkt der Strecke, der Straßenüberquerung im Sternmühlental, an. Etwa an Position Fünf ging ich dann in der von Jan angeführten Gruppe in den teils steilen Anstieg hinauf Richtung Verpflegungspunkt No. 1. Hier wurden jetzt auch die Karten eines Jeden auf den Tisch gelegt. Mit einem kleinen Vorsprung kamen Lutz, Jan und ich oben auf dem Schotterweg an und zogen zu Dritt durch - am Ende jedoch ohne Erfolg, denn nach der folgenden rasanten Abfahrt hatten Danny Dittmann und David Seidel wieder Anschluss gefunden. Jan und Danny gestalteten dann im langen Waldweganstieg in Richtung Adelsbergturm erstmal die Führungsarbeit. Der Speed war konstant und für mich zum Glück angenehm. Lutz musste sichtlich demotiviert reisen lassen und die Lücke nach hinten wurde schnell größer. So rollten wir nach Runde Eins dann auch nur noch zu Viert über`s Start- / Zielgelände.
Foto by sportograf.com

In Runde Zwei passierte bis zum Anstieg nach dem Sternmühlental von meiner Seite aus erstmal  nichts Erwähnenswertes. Erst hier setzte ich mich dann an die Spitze unseres Quartettes, was bei der Vielzahl der zu überrundenden Fahrer eine weise Entscheidung war. Ich kam bis nach ganz oben gut durch, auch wenn wirklich viel Verkehr durch schiebende und sehr langsame Sportler auf der Strecke herrschte. An der Steilauffahrt verloren wir wohl auch David und Danny, was ich zunächst garnicht bemerkte... Schnell war ich mir mit Jan einig und gemeinsam absolvierten die übrigen Kilometer in Richtung Ziel, auf denen ich größtenteils von vorne fuhr. Am steilen Asphaltanstieg kurz vor dem Zielgelände war nochmal Schlangenlinienfahren um die vielen Kurzstreckler angesagt, weshalb wir auch die Rennentscheidung noch etwas verschieben mussten. Bis zum letzten Moment wartete ich an Jans Hinterrad und konnte mich dann mit einer besseren Linienwahl oberhalb des Sportplatzes entscheidend an Jan vorbeischieben. Volle Kanone sprintete ich dann entlang des Sportplatzes die letzten Meter in Richtung Ziellinie und sicherte mir mit ein paar Metern Vorsprung nach 1:37 h meinen insgesamt vierten Sieg beim Adelsberger Bike Marathon.

Beruhigt von der ganz akzeptablen Form und mit einer ordentlichen Portion Vorfreude blicke ich darum auf die ab dem 13.10. wöchentlich anstehenden Querfeldeinrennen der Bioracer Cross Challenge. Ich bin gespannt was auf den schmalen Reifen so geht...

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