4. November 2013

Erkennbarer Aufwärtstrend in Gelenau

Die Einen lieben die Strecke in Gelenau, die Anderen hassen sie. Klar ist der Kurs "Rund um die Bikerstation" kein typischer Crosskurs, trotzdem finden immer zahlreiche Sportler den Weg zum Gelenauer Querfeldeinpreis. In diesem Jahr wurde das Rennen zum zehnten Mal ausgetragen und die Runde präsentierte sich wieder mit ihrem langen Anstieg und der darauffolgenden technischen Abfahrt als echte Herausforderung für die Athleten der versch. Altersklassen.
Als sich zu Beginn des Wochenendes abzeichnete dass wohl langsam das Crosswetter Einzug hält, wechselte ich noch schnell auf den grobstolligeren Schlauchreifenlaufradsatz und passte die Übersetzung an die höhenmeterreichen Bedingungen in Gelenau an. Dass das kein Fehler war, merkte ich bereits beim ersten Abfahren der Wettkampfstrecke vor dem Rennen. Die Beine fühlten sich nicht schlecht an und mit der Abfahrt kam ich gut zurecht. In entspannt freundschaftlicher Atmosphäre fanden wir uns an der Startlinie ein und aus Reihe Zwei startete ich sogleich in`s Rennen. Ende der ansteigenden Startgeraden, im ersten Kurvengeschlängel konnte ich mich mit einer alternativen Linienwahl gut behaupten und fand mich ruck zuck am Hinterrad von Karsten Volkmann (Isaac) und Toni Bretschneider auf Rang Drei wieder - endlich mal eine gelungene Startphase! Das Tempo am ersten Berg war machbar, also entschloss ich mich erstmal mitzufahren. Kurz genoss ich auch ein paar Führungsmeter, ohne groß zu Überziehen. Nach hinten hatten wir sogar schon ein paar Sekunden Vorsprung und so ging`s in die erste Abfahrt. Toni Bretschneider (Stevens) zeigte mir nochmal die Ideallinie, jedoch ohne sich absetzen zu können. Auch in Runde Zwei blieb Alles so beisammen, ehe es Toni dann doch zu bunt wurde und er sich entschlossen nach vorn verabschiedete. 20 Sekunden dahinter drehte ich mit Karsten meine Runden, ehe sich doch tatsächlich wieder Lutz Baumgärtel von hinten anschickte das Loch zu uns zu schließen. Ein bis zwei Runden dauerte es ehe er dran war und so ging`s dann zu Dritt weiter den Berg hoch und wieder runter. Mitte des Rennens attackierte dann Karsten am höchsten punkt der Strecke so unwiderstehlich, dass Lutz und ich nicht mitgehen konnten. Durch einen kleinen Fahrfehler in der Abfahrt verlor ich kurz darauf den direkten Kontakt zu Lutz und konnte das entstandene Loch trotz gutem Druck am Berg nicht wieder schließen. In der Abfahrt büßte ich dazu auch immer noch ein paar wenige Sekunden auf ihn ein, sodass ich mich nach rund 40 Minuten Fahrzeit von einer Podestplatzierung leider verabschieden musste und allein auf Rang Vier herumkurbelte. Es rollte trotzdem noch gut ab und ich war motiviert wenigstens noch die Holzmedaille einfahren zu können. In der vorletzten Runde bekam ich aber nochmal etwas kalte Füße, als von hinten zügig eine Dreiergruppe mit den altbekannten Gesichtern Freudenberg, Bretschneider und Schuchardt aufschloss. Ich holte etwas Luft, lies die Jungs rankommen und attackierte in der Finalrunde am Berg nochmal. In der folgenden Abfahrt konnte ich mich vorn behaupten, baute aber der Spannung wegen noch einen unnötigen Fehler ein sodass es zwischen mir und Stefan Freudenberg nochmal knapp wurde. Mit einer Radlänge Vorsprung konnte ich mir dann trotzdem im Zielsprint den vierten Rang sichern und war sichtlich zufrieden damit. Das gesamte Rennen lief besser als erwartet und zeigt dass die Form in Richtung Mitteldeutsche Meisterschaft und Landesmeisterschaft nicht zu schlecht zu sein scheint. Neben dem guten Gefühl, gab`s Siegerehrungsflair, Preisgeld, ein paar Sachpreise und ordentlich Punkte für die Gesamtwertung noch oben drauf. So kann`s wegen mir in Kürze weitergehen...

Nächster Halt: 5. Lauf Bioracer Cross Challenge / Mitteldeutsche Meisterschaft in Granschütz bei Weißenfels am kommenden Sonntag auf einem schnellen Kurs rund um den Auensee! 

Siegerehrung in Gelenau mit Karsten, Toni, Lutz & Sascha (v.l.) / Bild: Scott Genius Generation

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