29. September 2014

Erfolgreiches Schotterwegspektakel am Auersberg

Der Drei-Talsperren-Marathon zählt schon seit einigen Jahren zu den größten Rad- und Laufsportveranstaltungen im Erzgebirgskreis und steht, nicht nur weil ich u. A. hier um die Jahrtausendwende meine ersten Rennkilometer abspulte, alljährlich auch auf meiner Agenda. Trotz der von echten Mountainbikern so verhassten Schotterautobahnen, macht gerade diese Streckencharakteristik den besonderen Reiz des Wettkampfes aus und so folgten auch in 2014 am 20.09. bei herrlichem Spätsommerwetter erneut hunderte Radsportler dem Aufruf des Veranstalters.

Wie schon im letzten Jahr ging ich wieder auf der "Mittelsrecke" über 50 Km an den Start. Diesmal mit Transponder in der Startnummer (und damit zum Glück ohne Verspätung für mich wie noch 2013) rollte das über 400 Mann starke Fahrerfeld nach dem Startschuss zunächst wie gewohnt durch die Eibenstocker Innenstadt. Am ersten Berg ergriff zunächst Rico Leistner vom Team Vogtland-Biehler die Initiative und verkleinte mit einem guten Führungstempo die erste Gruppe auf ca. 10 Fahrer. Da sich die Gruppe um die späteren potentiellen Sieganwärter beim DTM jedoch in der Regel immer am ersten langen Anstieg bildet und mir zu dem Zeitpunkt noch zu viele Jungs vorn beisammen waren, erhöhte ich kurz darauf das Tempo noch etwas. Wenig später tat sich hinter Rico, Jan Bretschneider, Jens Küllig und mir ein Loch auf und wir bildeten fortan das Spitzenquartett. Jan schien wie schon eine Woche zuvor in Geyer der ärgste Widersacher um den Gesamtsieg zu werden, soweit ich dass bis dahin auf den ersten Kilometern in Richtung Auersberg beurteilen konnte. Wir wechselten uns vorbildlich in der Tempoarbeit ab, wenn auch hier Rico schon ab und zu etwas zu knappern hatte. Die ausgeschriebene Bergprämie für den ersten Radfahrer auf dem Gipfel des Auersberges hatte ich fest in`s Visier gefasst und lies mich davon auch nicht abbringen, sodass ich mir den schmackhaften Präsentkorb nach einem kurzen Schlagabtausch mit Jan dann doch recht klar sichern konnte. Rico verloren wir hier zum ersten Mal, zogen in der folgenden langen Abfahrt aber nich voll durch. Also konnte er wenige Kilometer später wieder den Anschluss zu uns herstellen und gemeinsam übequerten wir die Sosaer Talsperrenmauer. Nach einer weiteren schnellen Abfahrt wartete der kurze Anstieg am Blauenthaler Wasserfall auf uns. Hier konnte ich ohne Probleme nochmal ein paar Meter auf meine Leidensgenossen rausholen, ohne in den roten Bereich gehen zu müssen. Das stimmte mich zuversichtlich für die letzten Kilometer in Richtung Eibenstock. Rico musste hier zum zweiten Mal und jetzt entgültig reisen lassen. Nach der letzten Talsperrenüberquerung bei Eibenstock wurde das Tempo etwas ruhiger, denn es ging jetzt geradewegs in Richtung Zielanstieg. Hier lies ich Jan artig von vorn fahren um auf den richtigen Augenblick für eine Attacke zu warten. Jens war wohl vollends zufrieden mit seinem Podesplatz und lies uns ziehen. Kurz bevor es hinaus auf`s freie Feld ging konnte ich dann auch Jan ohne große Gegenwehr passieren und schnell ca. 10 Sekunden Polster herausfahren. Er blieb zwar in Sichtweite, aber ich verwaltete den Abstand bis zur Einfahrt in das Eibenstocker Sportstadion ganz gut, sodass ich hier ungefährdet in unter 1:41 h einen klaren Gesamtsieg einfahren konnte! Es scheint ja jetzt gegen Saisonende tatsächlich nochmal ganz gut zu laufen... ;-)

Freude beim siegreichen Zieleinlauf in Eibenstock (Foto: Veranstalter DTM)



Und hier ging`s entlang beim Drei-Talsperren-Marathon:


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